Neunzehn Tage nach dem Mordversuch

Auch am 19. Tag nach dem Mordversuch an unserem Freund und Kollegen Andy ist von Festnahmen oder Hausdurchsuchungen nichts in der Presse zu lesen, es gab keine bundesweiten Lichterketten, Schweigeminuten oder Sondersendungen in den Medien.

Weil Andy keiner für das Establishment nützlichen Minderheit angehört, ist er der »Zivilgesellschaft« egal.

Wir kennen dieses heuchlerische Muster und sorgen selbst für Hilfe:

Unglaubliche 44.436,35 Euro Soforthilfe sind zusammengekommen. Jedem Spender, jeder Hilfe und allen die Andy per Anruf, Mail oder persönlich Solidarität ausgesprochen haben, danken wir!

Wie geht es Andy jetzt?

Andy liegt weiterhin im Koma und ist nicht ansprechbar. Schrittweise werden nun seine Medikamente reduziert, um ihn aufwachen zu lassen. Wie es ihm nach dem Aufwachen geht, wie es überhaupt bei ihm weitergeht, das weiß zum jetzigen Zeitpunkt niemand.

Was wir aber wissen ist folgendes: Die Täter haben bewusst und zielgerichtet zugeschlagen, alles was damit zusammenhängt also absichtlich herbeigeführt.

Was unternehmen Polizei, Daimler und Gewerkschaften?

Auch am 19. Tag nach dieser furchtbaren Tat gab es nach unserer jetzigen Kenntnis keine großangelegten Hausdurchsuchungen und Verhaftungen im radikalen Milieu. Die Täter spazieren frei draußen herum.

Der globale Großkonzern Daimler, bei dem Gewerkschaftsfunktionäre dank Co–Management fragwürdige Kompetenzen ausleben dürfen und vor dessen unmittelbarer Haustür sich das Verbrechen ereignet hat, schweigt. Wer der Presseabteilung von Daimler seine Meinung dazu mitteilen möchte, kann hier eine Mail schreiben.

Die großen Gewerkschaften haben diese Eskalation jahrelang selbst vorbereitet und an der Gewaltspirale gedreht, jetzt aber schweigen auch sie. Wer den Heuchlern von DGB und IGMetall seinen sachlichen Protest schreiben möchte, kann sich hier an den DGB und hier an die IGMetall wenden.

Die Rolle der Gewerkschaften und die Täter

Jahrelang konnte das gewaltaffine Vorfeld der Gewerkschaften wachsen und gedeihen: Erst werden Jugendliche in den Jugendorganisationen indoktriniert, dann auf Demonstrationen radikalisiert. Gleichzeitig propagieren hochrangige Funktionäre ein imaginäres Feindbild und lassen den eigenen Mitgliedern vor Wut Schaum vor dem Mund aufbrausen.

In durch Mitgliedschaftsbeiträgen finanzierten Räumlichkeiten werden Hassvorträge gehalten und von Gewalttaten phantasiert. Jedem Mitglied in so einer Gewerkschaft muss klar sein, daß Taten wie diese von Mitgliedsbeiträgen ermöglicht und danach juristisch gedeckt werden.

previous arrow
next arrow
previous arrownext arrow
Slider

Was jetzt zu tun ist

Während wir in jedem Augenblick an Andy denken und für ihn beten, müssen wir – gerade jetzt – daran arbeiten, daß so etwas nie wieder passieren kann. 

Die alten links/rechts–Schubladen dienen den Mächtigen zur Spaltung unserer Gesellschaft. Das hat man auch am unbeholfenen Umgang mit den Querdenken–Demonstrationen für Grundrechte in Stuttgart gesehen: Wo dieses Schema überwunden wird und sich Menschen trotz unterschiedlichster Meinungen zu verschiedensten Themen für ein und dasselbe Ziel einsetzen, können die Mächtigen keinen Spaltkeil ansetzen und sind überfordert.

Das Zentrum ist angetreten, diese Zustände zu beenden und setzt sich für wahre Kollegialität und Solidarität ein!